In Christchurch gibt es zwei Zeitabschnitte. Vor und nach dem Erdbeben. Alles was vor dem 22. Februar 2011 war, ist unwiederbringliche Geschichte. "Vor dem Erdbeben stand hier mal ein Haus", "Das war erst nach dem Erdbeben", "2 Jahre vor dem Erdbeben sind wir hierher gezogen", "Ihr wollt in die Innenstadt?! Da ist nichts mehr!".
Hoch hinaus
Seine Fingerknöchel sind schneeweiss, so fest umklammert er das Lenkrad und schreit dabei stadionreife Anfeuerungsparolen gegen die Windschutzscheibe "Auf geeeehts EMMA!!! Aufgeeeehts!". Normalerweise würde ich ihn dafür auslachen, aber auch ich trommle unruhig auf das Armaturenbrett und fiepse "Noch ein gaaaaanz kleines Stühüüück!!!" Erster Gang, 5 km/h, 16 % Steigung, Arthurs Pass. Gleich sind wir übern Berg. Bis dahin feuern wir unsere treue Rostlaube lauthals an. Die arme Emma.
Home is wherever i'm with you!
Also. Was gibt es denn so Neues das eventuell lesenswert wäre. Mhhh. Nichts? Vielleicht fällt mir etwas ein wenn ich mich so herum drehe. Mh Nee, auch nicht. Vielleicht wenn ich mich hinsetz und raus schaue? Henni kannst du mal kurz - darf ich - quetsch - danke. Naja, das ist jetzt auch nicht viel besser. Hab ich schon erwähnt dass es ausserhalb der Emma reeeeegnet? Immer, ständig und andauernd? Und das wir arbeiten? Achja, hab ich schon? Okay.
Also dann gibt es hier von Franz Josef, in Neuseeland, dem schönsten Arsch der Welt, in der südliche Hemisphäre, auf der Möchtegern-Sommer-Halbkugel, überhaupt nichts Neues.
Wann wirds mal wieder richtig Sommer?
Tropf...
Ungläubig glotzen wir auf den kreisrunden Fleck auf unserer Bettdecke,
den ein kleiner Wassertropfen soeben hinterlassen hat.
den ein kleiner Wassertropfen soeben hinterlassen hat.
Tropf...
Wir verfolgen den Weg des nächste kleinen Wassertropfens zurück nach oben zur Decke.
Tropf...
Unsere Augenpaare treffen sich schliesslich weit geöffnet wieder in der Mitte...
“Das ist jetzt aber nicht -” “Das kann doch nicht -” “War das eben etwa-”
Und ob. Die Emma ist nicht ganz dicht!!!
Schrubben macht glücklich!
Leicht nervös tippe ich die Anmeldedaten ein. Wird schon nicht so schlimm sein! Oder doch?
Leichtes Schwitzen, tiefer Einsauggeräusch-verursachender Atemzug, und abrubtes Luft anhalten. Die Seite lädt dank lahmem W-Lan sekundenlang und spuckt dann schliesslich doch rücksichtslos die kleinen schwarzen Zahlen aus, über die man so gerne überhaupt nicht nachdenken würde. Kontostand. Ein Wort das zusammen mit Durchfall und schimmeligem Handtuch auf einer Liste mit noch vielen anderen Dingen steht, die man als Reisender so gar nicht mag.
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