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Take-away India

Unsere letzten Tage in Indien. Und das ausgerechnet in Kolkata? Dem Armenhaus Indiens, der dreckigsten Stadt der Welt?

Puderzucker & Steinstaub


"Noch ein Schokocroissant! Oder ne halt! Eine Quiche! Oh mein Gott!!! Es gibt Eclairs!!!" Love-Handles hin oder her, wer weiss schon wann wir das nächste mal wieder richtige französische Leckereien bekommen? Pondicherry ist sicher die authentischste Ausnahme in ganz Asien. 

Welcome back...


in India! Nach 10 Tagen Strand freue ich mich wieder auf indisches Frühstück, städtisches Chaos und bunte Tempel. Doch bevor es weiter in die südindische Tempelstadt Madurai geht steht natürlich eine längere Zugreise im Sleeperabteil auf dem Plan.

PainParadise

"Aahhh" mach ich. "Very pain?" fragt die kleine Mrs. Sareeth, "Yes, yes it's painfull!" sage ich und anstatt aufzuhören an meiner Wadenmuskulatur (haha) zu kneten spornt sie das nur an mich noch weiter zu quälen. Hätte ich bloss die Klappe gehalten denke ich bevor ich wieder in Trance massiert werde. Jammern auf hohem Niveau nennen es die einen. Ayurveda-Massage die anderen.

Küchengurus, Kathakali und "Kein Stress!"

Eine Stadt die alles vereint: Kochi in Kerala. Der Südstaat ist soviel anders als das Indien das man im Hinterkopf hat. Männer in Leinenröcken, Kirchenglocken in der Früh und eine Hamburger Hafenatmosphäre wirbeln mein Indienbild mal wieder durcheinander.

Shoppinglust & Teatimefrust

Wir sind im reichen Süden angekommen. Es gibt kaum Bettler, die Strassen sind wesentlich besser und die Stadt Mysore wird von Grünanlagen und Kolonialgebäuden bestimmt. Shoppingmalls und Kinokomplexe säumen die Strassen, es gibt Supermärkte und ich werde ab und an nicht wie ein übles Anhängsel von "meinem Mann" behandelt.

"Hampi Hampi Hampi!"

...schreit der Fahrer auf dem Busbahnhof in Gokarna. "Wessen Idee war das nochmal?!" frage ich Henni während ich den klapprigen Bus in Augenschein nehme. "Meine" sagt er demütig und ich muss lachen. Der staatliche Bus nimmt uns mit nach Hampi. 200 km, 10 h Fahrtzeit tagsüber, keine AC bei 40 Grad und über die indischen Strassenverhältnisse muss ich ja niemanden mehr unterrichten. Und was soll ich sagen... Es ist grossartig durch die indische Pampa zu fahren und in jedem Dorf anzuhalten um 40 Fahrgäste aus- oder einsteigen zu sehen. Wir fahren durch dschungelgrüne Wälder, vorbei an Bauern die ihre Äcker mit Ochsengespannen pflügen und freuen uns dass die gackernden Inderinnen ihre Obstrationen mit uns teilen (Es handelt sich um Früchte deren Namen ich nicht einmal ansatzweise aussprechen kann). Mit wundem Hinterteil kommen wir in Hampi an.

Traumstrand und Post-Trauma

Palolem - Auf der Zugfahrt zum schönsten Strand Goas lernen wir Madisyn und Miles aus den USA kennen. In der Sitzplatzschlacht der Inder wird man sich schnell sympathisch und wir erfahren dass die beiden bereits einige Monate in Asien unterwegs sind - mit je nur EINEM Daypack! Nix mit Klamottenauswahl und Beautycase!

Bollywood for Dummies

Wir erleben jeden Tag eine skurrile Situation die wir inzwischen nur noch noch mit einem "It's India!" quittieren. Unser Kinobesuch im westlichen Mumbai alias Bollywood hat aber trotzdem einen kleinen Blogeintrag verdient...

Shivas Labyrinth

Varanasi - nach 11 Stunden Zugfahrt (ich habe noch nie so selig geschlummert) endlich Varanasi. Wenn auch vieles nicht funktioniert - die AC funktioniert immer! So betreten wir schockgefrostet den Bahnsteig, um bei 40 Grad dahinzuschmelzen. Eine Motorrikscha bringt uns, soweit es der gewohnt chaotische Verkehr zulässt, in die Richtung unseres Hotels. Ich stelle fest dass man irgendwann immun gegen den indischen Fahrstil wird und werde zur Beobachterin des Strassengeschehens. Mehr Bettler, zu meiner Überraschung viele Muslime, mehr Abgase, mehr Trubel, mehr Kühe - noch mehr Indien. Da die Gassen immer enger werden ist irgendwann Schluss mit Rikscha fahren und wir schleppen unsere Rucksackmonster zu unserem Hotelzimmer mit Gangesblick.

Shake it like an Indian DELUXE Bus!

Mit der indischen Eisenbahngesellschaft im Sleeperabteil reisen? Pfff, ist was für Anfänger! Wer die Schlaglochdichte Indiens hautnah erleben will der fährt mit dem Deluxe Sleeper Bus! Man nehme also einen heruntergekommenen Bus, einen missgelaunten Fahrer, unten Sitzreihen, oben Schlafkojen mit indisch-geschmackvollen Gardinen und dann kanns losgehen!

Merci!

Hallo an alle Geburtstagskindbeglueckwuenscher (was ein grausames Wort wenn bestimmte Buchstaben auf der Tastatur einfach nicht vorhanden sind :-) ich danke euch fuer eure Wuensche auf allen Kanaelen.

Bazillenparty am Ganges

Indiens Bakterien sind sehr zuverlässig! Bereits 3 Tage vor meinem Geburtstag feiern sie die grösste Party ihres Daseins - In meinem Körper. 3 Tage Bett mit Fieber plus "ihrwisstschonwas". Ich erspare allen die Details, nur soviel: Es ist nicht schön!

Good morning Muscat! Welcome to Delhi!

Nach 6 Stunden Flugzeit dürfen wir die Landschaft des Oman von oben bewundern. Wüsten, Berge und vereinzelte grüne Felder tun sich unter uns in der Dämmerung auf. Wir haben kaum geschlafen und so landen wir ziemlich ausgelaugt in Muscat.