"Oh nooo, i'm so sorry!" Mit mitleidiger Miene gibt uns die Bedienung unsere Lebensläufe zurück. Kennen wir schon - wieder kein Glück. Es ist bereits das zehnten Café in dem wir nach einem Job fragen. Enttäuscht sind wir, müde und dazu noch ziemlich hungrig. Immerhin haben wir hier die seltenen Gelegenheit uns von einem Stück hausgemachte Linzer Torte wieder aufheitern zu lassen und checken bei einer Tasse Tee diverse Jobwebsites und Backpackerforen. Ein Job finden. Für Zwei. Seufzen und Tee trinken...
Death by chocolate
Die Indizien für eine Siedlung: Eine Hand voll Holzhäuser, ein Tante Emma Lädchen und die Kirche auf einem Hügel.
Der unaufhaltsame Fortschritt: Freitags gibts free wifi (wlan) in der Bücherei, aber nur von zwei bis vier.
Der ganz normale Wahnsinn: Kein Regen. Kein Wasser. Keine kommunale Wasserversorgung - Alles wird hier mit Regenwasser versorgt. Auch die ortsansässige Feuerwehr
Das unbestrittene Highlight: Milchlieferung jeden Dienstag, frisch vom Euter und noch warm.
Der Name unserer neuen temporären Heimat:
Kohukohu
Liegt zwischen Mitimiti, Kerikeri & Kawakawa. Kleines verschlafenes Nest im Hokianga Harbour das so charmant spektakulär ist wie ein Tasse Kamillentee.
Heeeey - Ab in den Norden! (der Sonne hinterher!)
Hier auf dem schönsten Stück Land der Welt läuft ja alles ein wenig anders. Geht in Europa ein Tag zu Ende begrüssen wir hier schon wieder die ersten Sonnenstrahlen und statt dem Sommer steht hier bald schon der Winter vor der Tür. Das macht sich vor allem mit kalten Nächten und eisigen Winden bemerkbar. Höchste Zeit also sich in die noch warmen Klimazonen zu verkrümeln - und das betrifft hier in Neuseeland natürlich den Norden.
Painparadise 2
Ahhhh. Ein zerreisend starker Schmerz schiesst in meine Stirn. "Pain?" fragt da eine Stimme durch den langsam nachlassenden Kopfschmerz. Warte mal. Kenn ich diese Situation nicht irgendwoher? Indien? Ayurveda Massage? Mir ist schwindlig. Ich kann nicht klar denken aber das ich nicht in Indien sein kann wird mir schnell klar. Ich öffne vorsichtig die Augen und blicke in ein grelles Licht und in zwei besorgte Augenpaare.
Solo
Du stehst vor mir und ich sehe dir an, dass es dir nicht wohl dabei ist mich gehen zu lassen. "Creme dich ein, okay, und pass auf dich auf, fahr immer links und trink genug Wasser, okay, und schließ ab...". Ich hör dir nicht mehr zu. Mein Unhabhängigkeitsdrang schlägt Purzelbäume und die Vorfreude übertrifft den Abschiedsschmerz - 3 Wochen reisen "solo".
Abonnieren
Posts (Atom)